Welches Kochfeld ist am besten für mich?

Beitrag vom 05.02.2020

Gas-, Elektro- und Induktionskochfelder im Vergleich!
Bei der Anschaffung einer neuen Küche stellt sich im Laufe der Planung die Frage: für welches Kochfeld soll ich mich entscheiden? Wir haben einen Vergleich angestellt und stellen auch ein paar Spezialkochfelder vor!

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Gaskochfeld

Gaskochfelder sind vor allem in der Gastronomie weit verbreitet und manch ein/e Koch/Köchin schwört darauf, dass Speisen die auf Gas zubereitet werden, besser schmecken. Die Hitze für den Herd wird, wie der Name schon sagt, durch Gas erzeugt. Dadurch kocht man auf offener Flamme und die Flamme erhitzt den Topf. Wenn auf eine höhere Stufe gestellt wird, wir mehr Fläche des Topfes von der Flamme ergriffen. Die Gasflamme selbst hat immer dieselbe Temperatur. Die Hitze ist sofort weg, wenn die Flamme verschwindet. Das bedeutet, dass man Pfannen und Töpfe auch direkt am Herd stehen lassen kann, ohne dass es weiter köchelt oder anbrennt. Im Gegenzug heißt das aber auch, dass es schwieriger ist, Speisen auf niedriger Stufe zu garen, da sich die Temperatur nicht so leicht regulieren lässt.

   + Erhitzt schnell & kühlt schnell ab
   + Kostengünstiger bei den laufenden Kosten als Elektro
   + Man ist nicht vom Strom abhängig (z.B. bei Stromausfall)
   + Keine Restwärme – dadurch kein Energieverlust

   – Man benötigt einen Gasanschluss (nicht immer vorhanden)
   – Offene Flamme (gefährlich, wenn Kinder & Haustiere im Haushalt)
   – Verbrennungsgefahr an den Griffen, weil der ganze Topf erhitzt
   – Aufwendigere Reinigung
   – Speisen können nicht so leicht warmgehalten werden

Elektrokochfeld

Elektrokochfelder gibt es schon sehr lange und die Technik hat sich bewährt. Im Gegensatz zum Gaskochfeld sind Elektrokochfelder mit Strom betrieben. Die Kochfelder erhitzen nicht so schnell und kühlen auch langsamer ab, das bedeutet, man sollte die Töpfe immer gleich vom Herd nehmen um nichts anbrennen zu lassen. Insgesamt sind Elektrokochfelder viel langsamer als Gas- und Induktionskochstellen, dafür kann jegliches Geschirr verwendet werden.

   + Die Hitze lässt sich leichter regulieren als bei Gas
   + Speisen können auf niedriger Stufe warmgehalten werden
   + In der Anschaffung günstig
   + Jedes Geschirr verwendbar
   + In jeder Wohnung nutzbar, weil kein extra Anschluss notwendig

   – Höherer Stromverbrauch als bei Induktionskochfelder
   – Es geht viel Energie verloren, da die Platten lange nachhitzen
   – Strom ist teurer als Gas
   – Platte bleibt lange heiß (Gefahr, wenn Kinder & Tiere im Haus)
   – Speisen können beim Überkochen schnell Einbrennen

Induktionskochfeld

Ein Induktionskochfeld funktioniert so, dass Kupferspulen unter der Glaskeramikplatte ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugen. Die Wärmeenergie, die dabei entsteht wird direkt an den darauf stehenden Topf weitergegeben und erhitzt nicht das ganze Kochfeld sondern nur den Topf. Das bedeutet, dass weniger Energie benötigt wird als bei einem Elektrokochfeld. Das Feld fängt weiters nur an Hitze abzugeben, wenn ein induktionsgeeignetes Geschirr (magnetisch) darauf steht, das bedeutet, es kann nichts anbrennen, wenn ein Kochlöffel oder Geschirrtuch unabsichtlich liegen bleibt.

   + Geringere Verbrennungsgefahr (beliebt wenn Kinder&Tiere im Haus)
   + Einfach zu Reinigen
   + Energietechnisch sehr sparsam
   + Effizienter, weil nur der Topf erhitzt wird
   + Erhitzt noch schneller als Gas und kühlt schnell ab

   – Höhere Anschaffungskosten
   – Magnetische Töpfe notwendig

Spezialkochfelder

Neben den bekannten Kochfeldern gibt es noch speziellere wie z.B. Teppan Yaki Kochfelder und Wok Kochfelder.

Ein Teppan Yaki Kochfeld wird sehr gerne in der Japanischen Küche verwendet und besteht aus einer Edelstahlplatte und einer Ablaufrinne für Öl und Flüssigkeiten. Ein Teppan Yaki ist sehr angenehm zum Braten, da man die ganze Fläche zur Verfügung und somit viel Platz hat (mehr als in einer Pfanne). Ein sehr gesundes Kochen ist möglich, weil überschüssiges Öl leicht abfließen kann. Ein Minuspunkt ist die aufwendige Reinigung. Die Oberfläche ist zwar glatt aber es wird keine Pfanne verwendet, die einfach in den Geschirrspüler gepackt werden kann. Es wird eine Reinigung direkt nach dem Kochen empfohlen.  

Ein Wok Kochfeld ist ein Induktionskochfeld mit einer Mulde, in den die Wok-Pfanne gestellt wird. Der Vorteil ist, dass die Hitze im Wok vollkommen gleichmäßig verteilt wird. Allerdings ist das schon ein sehr spezielles Kochfeld und benötigt auch Platz.

Viele moderne Kochfelder sind bereits mit einem Dunstabzug kombiniert. Das bedeutet man spart sich eine Dunstabzugshaube und hat beide Geräte in einem integriert. Der Dunst wird in der Mitte des Kochfeldes eingesaugt. Vorreiter hierbei ist die Marke BORA.

Es haben alle Kochfelder gute und schlechte Eigenschaften. Unser Fazit ist also, dass es bei der Auswahl des Kochfeldes für die neue Einbauküche vor allem darauf ankommt, in welcher Lebenssituation man sich befindet (hat man z.B. Kinder oder nicht? Kocht man viel oder wenig?) und sich demnach für eine Option entscheidet.

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